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Februar 2021

Aurum Kolumne Februar 2021

© Aurum

Kolumne Aurum Vermögensmanagement Alsfeld für Freitag, 5. März 2021

Heute von Manfred Schnell, Geschäftsführer der Aurum Vermögensmanagement GmbH 

Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Vermögensberater

Es ist wie ein (Alb-) Traum. Wir sitzen in einem Theater. Auf der Bühne wird ein Stück von unbekannten Autoren aufgeführt. Es heißt wohl „Die Krone“. Das Geschehen auf der Bühne ist nicht amüsant und unterhaltsam wie sonst. Die Inszenierung ist eher aufregend und schrill. Einige Zuschauer sind aufgeregt und erschrocken. Das Schauspiel auf der Bühne erscheint unkoordiniert, verwirrend und überraschend. Alle starren wie gebannt und verängstigt auf die Akteure.

Was wird wohl hinter dem großen, roten Theatervorhang vor sich gehen? Das Theaterpersonal hinter dem Vorhang ist mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Diese Umbauarbeiten im Hintergrund sollen bald Vorbild für alle Theater der Welt werden.

Endlich ist die Vorstellung für heute vorbei. Auf dem Weg nach Hause sind die Einkaufsstraßen wie leergefegt. Fast alle Geschäfte haben geschlossen. Ach, eine Bank ist noch geöffnet. Im Aushang in der Schalterhalle sehe ich sehr niedrige Zinsen für Kredite und gar keine Zinsen für Spareinlagen. Beim anschließenden Einkauf im Lebensmittelmarkt stelle ich fest, dass die Preise für viele Produkte gestiegen sind. Auch das Tanken war schon billiger. Wie passt das alles zusammen? Wie wird es der Bank ergehen, wenn viele der geschlossenen Geschäfte nicht mehr öffnen. Einen Großteil der Kredite werden all die Geschäftsinhaber, Gastronomen, kleinere und größere mittelständige Firmen nicht mehr zurückzahlen können? Kommen dann auch die Banken in Bedrängnis?

Die Zentralbanken haben schon seit längerem die „digitale“ Geldpresse in Gang gesetzt. Damit halten sie die Zinsen künstlich tief. Da auch die Staaten der Welt sich massiv neu verschulden müssen, sind hohe Kreditzinsen gerade nicht zu gebrauchen. Die USA hat die gesamte Geldmenge der letzten 250 Jahre allein im Jahr 2020 um 40 % erhöht. Auch der Konsum und die Produktion sind doch wegen der Pandemie zurück gegangen. Jetzt trifft viel Geld auf wenig Waren und Dienstleistungen. Wenn das mal keine Inflation auslöst. Oder ist sie schon da? Im täglichen Leben erscheint die Inflation noch moderat daher zu kommen. Bei genauem Hinsehen fällt der Blick auf die enorm gestiegenen Immobilienpreise. Auch der Aktienmarkt zeigt schon wieder absolute Höchststände. Kryptowährungen sind förmlich explodiert. Der Bitcoin ist über 40.000 € geklettert. Das wird Vermögenspreisinflation genannt.

Viele Zeitgenossen erkennen die Entwicklung am Geldmarkt. Sie suchen die sicheren Häfen auf. Als Alternative zu Kontoguthaben wird in knappe Güter und Sachwerte investiert. Geld und andere Papierwerte können unendlich gedruckt werden – aber kein einziger Sachwert.

Wieviel Spareinlagen werden noch bei der Bankfiliale ohne Guthabenzinsen schlummern? Viele Menschen habe sich zum Teil erhebliche Beträge zur Seite gelegt, um Sicherheit im Alter zu haben oder ihre Familien zu unterstützen. Lässt der Sparer das Geld auf seinem Konto, kommt heimlich und unbemerkt die Inflation daher und nagt an den Guthaben – erst mit kleinem Appetit und später mit immer größerem Hunger.

Investiert er in Substanzwerte (Aktien), Immobilien oder Edelmetalle können die Werte schwanken. Das sind die Risiken und Nebenwirkungen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftspolitik. Der erfahrene und weitsichtige Vermögensberater wird in der jetzigen Zeit vielleicht eine auf den Anleger abgestimmte Strategie empfehlen. Denn auch Sach- und Substanzwerte gibt es mit abgestuften Chance- und Risikoprofilen.

Für den vorsichtigen Investor wählt man Geldanlagen mit geringer Schwankungsbreite (Volatilität). Wer höhere Chancen sucht, wird auch höhere Schwankungen in Kauf nehmen. Auch Guthaben auf den Konten sollte weiter vorhanden sein, um sein tägliches Leben zu finanzieren. Aber nicht zu hohe Beträge auflaufen lassen, da es bald der einen oder anderen Bank nicht so gut gehen wird. Besonders vermögensverwaltende Anlagen mit einem flexiblen Ansatz können auf wirtschaftliche Veränderungen zeitnah reagieren. Die breite Streuung innerhalb der Geldanlagen sorgt für ein verringertes Risiko, da man nicht alle Eier in einen Korb legen sollte. Interessante Chancen bieten sich auch in anderen Regionen der Erde. Asien entwickelt sich gerade viel besser als Europa. Edelmetalle haben noch viel Potenzial. Es gibt so viele Möglichkeiten, gut aus diesem Theater heraus zu kommen. Hoffentlich spielen sie bald ein schöneres Stück. Und guter Rat muss nicht teuer sein.

 

   

Disclaimer: Der obige Marktkommentar gilt nicht als Finanzanalyse i.S.d. § 34 b WpHG und spiegelt

lediglich die Meinung des Verfassers wieder. Insbesondere stellt der Marktkommentar weder eine

Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung von Finanzinstrumenten dar. Er dient ausschließlich zu Informationszwecken.

Anmerkung der Redaktion: Die Kolumne spiegelt nicht zwangsläufig die Meinung von Oberhesssen-Live wieder.

Der Verfasser und redaktionell Verantwortliche ist:

Aurum Vermögensmanagement GmbH

Manfred Schnell

Bürgermeister-Haas-Str. 5, 36304 Alsfeld

 

Copyright/Quelle/Zuerst erschienen bei: https://www.oberhessen-live.de/kategorie/fokusthema/wirtschaft/



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